JAMIE CLARKE’S PERFECT – Fucking Folkabillie Rock

(MCD, Wolverine)

Jamie Clarke? Da war doch mal was! Ach ja, der Typ war Ende der 90er Gitarrist der Pogues. Bevor die Band ganz den Bach runter ging. Was aber bestimmt nicht an Jamie Clarke lag. Nach dem Pogues-Split gründete Herr Clarke die Band Perfect, mit der er seither in wechselnder Besetzung unterwegs ist. Auf „Fucking Folkabillie Rock“ liefert die Band fünf sehr ansprechend Folkpunk-Songs ab, mal mehr, mal weniger in alter Pogues-Manier. Aber immer cool. Leider viel zu kurz, doch das bevorstehende Album lässt auf sich hoffen. Der Titel der vorliegenden MCD ist Programm. Wer sich dadurch angesprochen fühlt, dem sei das Stück Plastik unmittelbar ans Herz gelegt. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass mich „Fucking Folkabillie Rock“ ständig zum Hüpfen bringt. Genau so muss Folkpunk klingen. Banjo, coole Stimme, Enthusiasmus und der richtige Drive auf der snotty Überholspur. Da tut auch das kurze Instrumentalstück keinen Abbruch. Eigenständig genug. Directly from County Hell.   Obnoxious

Lazy Bastards – Together ´Till The End

(MCD, Sunny Bastard)

Nach dem Intro für die weiteren 6 Songs wird schnell klar, was die bayrischen Bub’n vorhaben. Sie alle haben einen „9 to 5-Job“, sind stolz darauf und feiern gerne. Ich denke, so kann man den Opener „Working Class Rock´n´Roll ganz gut zusammenfassen. Auch die weiteren Texte der Songs offenbaren nichts Neues, was man vom Sound auch nicht behaupten kann. Trotzdem wirken die fünf Jungs nicht so durchgenudelt wie manch andere Kapelle, die schon mehr als zehn Jahre auf dem Buckel hat. Auf mich machen die einen jungen, frischen und vor allem hungrigen Eindruck. Das ist schlichter und einfacher Streetpunk, der sich mit diversen Touren in den Vordergrund spielen könnte. Na und wenn sie das halten, was sie in auf dieser CD-EP versprechen, dann könnte das durchaus klappen.   Bocky

The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra – Feet They Hardly Touch The Ground

(MCD, Rookie Records)

Hierbei handelt es sich um eine CD-Single der Band mit dem furchtbar langen Namen (einfach oben nachlesen ;) . Es handelt sich dabei um einen Song und ein Cover des Dauerbrenners „The Final Countdown“. Mir gefällt das eigene Lied deutlich besser. Ist ein echter Ska-Hit für den Sommer, der ja leider schon wieder vorbei ist. Und der Song macht echt Spaß. Die Coverversion ist auch okay, aber das wurde halt schon eine gefühlte Million Mal gemacht. Auch wenn sie das Cover gut eingespielt haben, ich bevorzuge die Version auf Youtube. Einfach mal worst cover ever eingeben und genießen. Ich bin aber auf jeden Fall gespannt, was diese Band auf Albumlänge kann.   Martin